Virtuelle Lösungen erobern die reale Welt

Fachkonferenz stellt neuste IT Lösungen zur Augmented Reality vor

Reutlingen. Auf der Informatics Inside „Grenzen √úberwinden – Virtualit√§t erweitert Realit√§t“ gab es Fachvortr√§ge von Studenten der Medien- und Kommunikationsinformatik sowie Gastvortr√§ge und Informationsst√§nde verschiedener Firmen. Kernthema der Konferenz war Augmented Reality wozu neuste Forschungs- und L√∂sungsans√§tze vorgestellt wurden. Gemeint ist damit, wie virtuelle L√∂sungen unser t√§gliches Leben, die reale Welt, unterst√ľtzen k√∂nnen.

Mit dem Smartphone einen Stadtrundgang unternehmen, dabei noch historische Bilder oder Videos zu dem passenden Ort sehen. Dazu Tipps bekommen wo das n√§chste Restaurant ist und noch schnell einen Blick auf das Kinoangebot des Abends werfen. Moderne Smartphones haben fast nur noch das Wort ‚ÄěTelefon‚Äú mit ihren Vorg√§ngern gemeinsam. So zeigten die Beitr√§ge welche Entwicklungen es bei den Anwendungen gibt und wie die Welt von morgen aussieht.

Daneben pr√§sentierten auch externe G√§ste und Firmen ihre Ideen und Forschungsergebnisse. So zeigte die Firma DMC – digital media center aus Stuttgart das Beispiel einer virtuellen Umkleide. Eine L√∂sung die unter anderem beim Onlineshopping in Zukunft zum Tragen kommen k√∂nnte. Denn gleich am Bildschirm k√∂nnen die K√§ufer sehen, wie das gew√ľnschte Kleidungsst√ľck am eigenen K√∂rper aussieht – quasi ein virtueller Spiegel. Aber auch an der Hochschule selbst werden inzwischen virtuelle L√∂sungen f√ľr ganz praktische Dinge genutzt: Beispielsweise die virtuelle Schnitzeljagd am Campus, die vor allem M√§dchen an neue Berufe im IT und Technikbereich heranf√ľhren soll.

Organisiert wurde die Informatics Inside, wie auch in den Vorjahren von den Studierenden des Studiengangs MKI im Rahmen eines Masterprojekts. Dieses wird von Prof. Dr. Uwe Kloos und Prof. Dr. Gabriela Tullius betreut. Neben der Organisation m√ľssen sich die Studierenden auch inhaltlich einbringen und Themen der Ausbildung pr√§sentieren und zur Diskussion stellen. Au√üerdem bietet die Informatics Inside Unternehmen die M√∂glichkeit, sich auf der Konferenz zu pr√§sentieren und so in direkten Kontakt mit Studenten, Mitarbeitern und Professoren der Fakult√§t zu treten. Unterst√ľtzt wurde die Informatics Inside in diesem Jahr auch durch den Alumni Verein der Fakult√§t Informatik, Aufnet. Er stellt den Studenten f√ľr die Organisation der Veranstaltung 600 ‚ā¨ zur Verf√ľgung. Damit soll das Engagement der Studenten unterst√ľtzt werden und das finanzielle Risiko einer Konferenz minimiert werden, so der Verein.

Stellvertretend f√ľr die ganze RoboCup Gruppe nahmen Prof. Dr. Rolf-J√ľrgen Knappmann, Felix Ostertag und dann Daniel Metzger den Preis entgegen
Stellvertretend f√ľr die ganze RoboCup Gruppe nahmen Prof. Dr. Rolf-J√ľrgen Knappmann, Felix Ostertag und dann Daniel Metzger den Preis entgegen

Der Preis f√ľr das beste Paper der Informatics Inside 2011 ging an die Studentengruppe des RoboCup-Teams der Fakult√§t Technik an der Hochschule Reutlingen. Damit wurde dieser Preis zum ersten Mal an eine Projektgruppe vergeben, die nicht Teil der Fakult√§t Informatik war. Der Studienbereich Mechatronik der Hochschule Reutlingen engagiert sich seit 2009 mit gro√üem Erfolg in der Mixed Reality Liga des RoboCups, einer Initiative zur F√∂rderung der Forschung und interdisziplin√§ren Ausbildung in den Bereichen K√ľnstliche Intelligenz und autonome mobile Systeme. In der Mixed-Reality-Liga spielen reale Miniroboter auf einem virtuellen Spielfeld mit einem virtuellen Ball Fu√üball. Dazu muss neben anderen Aufgaben eine k√ľnstliche Intelligenz entwickelt werden, nach der die fu√üballspielenden Miniroboter ihre Entscheidungen treffen. Die Autoren des Papers sind:

– Hannes Bergler, Fakult√§t Informatik und Mathematik, Hochschule M√ľnchen
РDaniel Metzger, Fakultät Technik, Hochschule Reutlingen
РUrsula Voß, Fakultät Technik, Hochschule Reutlingen

F√ľr weitere Informationen zum RoboCup Team der Hochschule Reutlingen steht die ¬†Website der RT Lions zur Verf√ľgung.

Tagungsband

Der Tagungsband der Informatics Inside 2011 zum Download:  Tagungsband 2011 via Opus RT (pdf, 3,35 MB)

Programmablauf

Uhrzeit Beschreibung Referenten
9:00 Beginn der Veranstaltung
9:05 Grußwort Prof. Dr. Uwe Kloos, Dekan  Fakultät Informatik
09:10 Vortrag ‚Technische Aspekte einer Augmented Reality Schnitzeljagd‘ Philipp Kallenberg, Ralf Schulthei√ü, Bernhard Thiersch, ¬†MKI-Master
10:10 Vortrag ‚P√§dagogische und spielkonzeptionelle Aspekte einer Augmented Reality Schnitzeljagd‘ Christine Heberle, Benjamin Romer, ¬†MKI-Master
10:50 Pause
11:20 Gastvortrag ‚Augmented Reality Praxisbeispiel: Umkleide‘ dmc digital media center GmbH, ¬†http://www.dmc.de
11:45 Vortrag ‚K√ľhlung bei LED Projektoren: Ein Vergleich von Heatpipes und Fl√ľssigkeitsk√ľhlung‘ Daniel Grbavac, ¬†MKI-Master
12:10 Mittagspause
13:10 Vortrag ‚Customizing eines objektorientierten Systems unter der Verwendung des Service Locator Patterns‘ Patrick Schuler, ¬†MKI-Master
13:35 Vortrag ‚XML3D Physik – Spezifikation einer Physikerweiterung und Integration einer Physik-Engine in einen XML3D-f√§higen Browser‘ Fabian Liedtke, ¬†MKI-Master
14:00 Vortrag ‚Browserbasierte Multitouch-Interaktionen zur Steuerung von XML3D Szenen‘ Dirk H√∂ntzsch, Kai Stenkamp, ¬†MKI-Master
14:40 Pause
15:10 Gastvortrag ‚Augmented Reality – European Satellite Navigation / mobile IT – Praktischer Einsatz‘ Dipl.-Ing. Gerhard Bernot, ¬†BERNOT Information Technology
15:35 Vortrag ‚Neuroinformatik: Anwendung im Bereich motorisches Lernen‘ Alexander Rometsch, ¬†MKI-Master
16:00 Vortrag ‚Messverfahren zur Latenzbestimmung in der Bild√ľbertragung‘ Denis Merkle, ¬†MKI-Master
16:25 Verabschiedung

Vorträge

Technische Aspekte einer Augmented Reality Schnitzeljagd

Technische Aspekte einer Augmented Reality SchnitzeljagdDieser Vortrag besch√§ftigt sich mit dem Projekt ‚ÄěAugmenture‚Äú, einer ‚ÄěAugmented-Reality-Schnitzeljagd‚Äú f√ľr potentielle Studienanf√§ngerinnen. Zum einen befasst er sich mit Programmierschnittstellen von Augmented-Reality-Browsern (Junaio und Layar) f√ľr mobile Endger√§te, wobei der Fokus auf der M√∂glichkeit f√ľr dynamische Inhalte liegt. Im Weiteren wird dazu der Einsatz von Smartphones im Kontext von Augmented-Reality erl√§utert, wobei insbesondere auf den AR-Browser Junaio Bezug genommen wird. Zuletzt werden die Architektur und L√∂sungswege f√ľr die Umsetzung diskutiert.


P√§dagogische und spielkonzeptionelle Aspekte einer Augmented Reality Schnitzeljagd‘

P√§dagogische und spielkonzeptionelle Aspekte einer Augmented Reality Schnitzeljagd'Um M√§dchen f√ľr das Thema Informatik zu interessieren, wurde an der Hochschule Reutlingen das ‚ÄěAugmenture‚Äú-Projekt gestartet. Durch eine virtuelle Schnitzeljagd auf Smartphones soll einer Gruppe von jugendlichen M√§dchen im Alter von ca. 15 Jahren (Klasse 9) das Thema Informatik auf spielerische Weise nahe gebracht werden. Dieser Vortrag behandelt die Zielgruppenanalyse und das Vorgehen bei der Entwicklung m√∂glicher Aufgaben f√ľr die Schnitzeljagd. Ebenso wird auf das Punkte- und Bewertungssystem eingegangen. F√ľr das Projekt selbst wurde Kontakt zum Isolde-Kurz Gymnasium in Reutlingen aufgebaut, mit dessen Sch√ľleringen ein Durchlauf geplant war.


Augmented Reality Praxisbeispiel: Umkleide

Die Firma DMC – digital media center aus Stuttgart pr√§sentiert in diesem Vortrag ein Beispiel einer virtuellen Umkleide. Eine L√∂sung die etwa beim Onlineshopping in Zukunft zum Tragen kommen k√∂nnte. Denn gleich am Bildschirm k√∂nnen die K√§ufer sehen, wie das gew√ľnschte Kleidungsst√ľck am eigenen K√∂rper aussieht – Quasi ein virtueller Spiegel.


K√ľhlung bei LED Projektoren: Ein Vergleich von Heatpipes und Fl√ľssigkeitsk√ľhlung

K√ľhlung bei LED Projektoren: Ein Vergleich von Heatpipes und Fl√ľssigkeitsk√ľhlungDieser Vortrag befasst sich mit verschiedenen M√∂glichkeiten zur K√ľhlung von LED-Projektoren. Dabei wird besonders auf zwei K√ľhlsysteme eingegangen: ein Heatpipe- und ein Wasserk√ľhlsystem. Neben deren theoretischen Erl√§uterung erfolgt ein praktischer Vergleich, wobei in mehreren Versuchen die K√ľhlf√§higkeit der beiden Systeme ermittelt und die Ergebnisse anschlie√üend gegen√ľbergestellt werden.


Customizing eines objektorientierten Systems unter der Verwendung des Service Locator Patterns

Customizing eines objektorientierten Systems unter der Verwendung des Service Locator PatternsDieser Beitrag zeigt, wie eine nach objektorientierten Prinzipien erstellte, betriebliche Software im Hinblick auf sp√§tere, kundenspezifische √Ąnderungen und Erweiterungen flexibel entworfen werden kann. Hierzu wird eine Kombination von bestehenden Entwurfsmustern vorgestellt.


XML3D Physik РSpezifikation einer Physikerweiterung und Integration einer Physik-Engine in einen XML3D-fähigen Browser

XML3D Physik - Spezifikation einer Physikerweiterung und Integration einer Physik-Engine in einen XML3D-f√§higen BrowserIn dieser Pr√§sentation wird eine Erweiterung der Auszeichnungssprache XML3D f√ľr 3D-Inhalte im Browser um die Simulation von physikalischen Kr√§ften vorgestellt und eine Umsetzung mit der Bullet Physics Engine beschrieben. Dazu wurden unter anderem Beispiele vorgestellt.

 


Browserbasierte Multitouch-Interaktionen zur Steuerung von XML3D Szenen

Browserbasierte Multitouch-Interaktionen zur Steuerung von XML3D SzenenDieser Beitrag zeigt den aktuellen Stand von Interaktionen mittels Multitouch und untersucht im Speziellen die Multitouch-Unterst√ľtzung bei heutigen Browsern. Ferner wird ein universell einsetzbares Navigationskonzept f√ľr XML3D und dessen Umsetzung vorgestellt, welches die Interaktion sowohl mit Single-Touch als auch mit Multitouch erm√∂glicht.

 


Neuroinformatik: Anwendung im Bereich motorisches Lernen

Neuroinformatik: Anwendung im Bereich motorisches LernenDieser Beitrag behandelt die Einf√ľhrung von Sch√ľlern in den Bereich der Untersuchung von tierischem Verhalten und deren Abbildung auf den Roboter ‚ÄěAsuro‚Äú.

 


Messverfahren zur Latenzbestimmung in der Bild√ľbertragung

Messverfahren zur Latenzbestimmung in der Bild√ľbertragungDer Vortrag behandelt verschiedene Methoden der Messung der Latenz bei der Bild√ľbertragung. Alle pr√§sentierten Methoden nutzen eine high-end Sensorhardware und haben eine h√∂here Zeitaufl√∂sung und Genauigkeit als traditionelle Fotomethoden. Ein digitales Oszilloskop wird dabei f√ľr die numerische Messungsmethode eingesetzt, wobei Datenlogger ausreichend f√ľr die aufgezeigten Kreuzkorrelationsmethoden sind. Dabei wurden zwei Kreuzkorrelationsmethoden vorgestellt, wobei eine pulsbasiert und die andere Intensit√§tsbasiert. Im Vortrag werden diese drei Methoden und ihre charakteristiken beschrieben und gegen√ľbergestellt.


Poster- und Projektpräsentation

Während der Poster- und Projektpräsentation werden studentische Projekte der Studiengänge  Medien- und Kommunikationsinformatik und  Wirtschaftsinformatik vorgestellt und diskutiert. Neben klassischen Postern können auch Beiträge z.B. in Form von kurzen Filmen oder interaktiven Präsentationen eingebracht werden. Teilnahmebedingungen befinden sich im Bereich Call for Participation


Die Konferenz 2011 wurde unterst√ľtzt von

dmc Digital Media Center, Stuttgart7th Sense new media GmbH, ReutlingenUnivativ GmbH, StuttgartTyreSystem.de, ReifengroßhandelSteinbeis Transferzentrum ProjektgestaltungFotobuch von PhotographerbookFotobuch von Photographerbook