Erfolgreicher Start – erste Informatics Inside

Fachtagung war Forum f√ľr aktuelle Informatik Fragen / Liveschaltung nach China

Reutlingen. Zu einem vollem Erfolg ist die erste Fachkonferenz ‚ÄěInformatics Inside‚Äú des Fachbereichs Medien- und Kommunikationsinformatik am 18. M√§rz geworden. In der voll besetzten Aula der Hochschule Reutlingen referierten und diskutierten Experten aus der Industrie und Master-Studenten des Fachbereichs neueste Entwicklungen der Kommunikationsinformatik unter dem Thema Mensch ‚Äď Maschine ‚Äď Mensch – Interaktion. Entsprechend zufrieden √§u√üerten sich die verantwortlichen Professoren der Veranstaltung, Dr. Gabriela Tullius und Prof Dr. Uwe Kloos. Nach dem gegl√ľckten Start soll es daher auch im n√§chsten Jahr eine Informatics Inside geben.

Beispiel f√ľr den Einsatz modernster IT-Technologie - fu√üballspielende Roboter
Beispiel f√ľr den Einsatz modernster IT-Technologie – fu√üballspielende Roboter

Neben den Gastrednern Dr. Hiko Hoffman vom Deutschen Forschungszentrum f√ľr K√ľnstliche Intelligenz (DFKI) und Matthias Fritsch, ehemaliger Student der Hochschule, von IBM Deutschland Research & Development GmbH gab es auf der Informatics Inside Fachvortr√§ge der Studenten der Medien- und Kommunikationsinformatik. Zu entdecken gab es auch Informationsst√§nde der Studentenprojekte und der verschiedenen Firmen wie der Soft- und Hardwarespezialisten Tisoware, iPoint, der Firmen Innovative Communication Technologies f√ľr individuelle Pr√§sentationsl√∂sungen (ict) und IBM. Das Deutsche Forschungszentrum f√ľr k√ľnstliche Intelligenz GmbH (DFKI) und das Fraunhofer Institut f√ľr Arbeitswirtschaft und Organisation standen den Tagungsteilnehmer Rede und Antwort.

Die Fachtagung bot ein Forum f√ľr aktuelle Themen der Informatik und wissenschaftliche Entwicklungen der Partnerfirmen. F√ľr die Studenten war es gleichzeitig eine Pr√ľfungsleistung. Sie hatten nicht nur selbst die Organisation der Ausstellung seit Anfang Januar zu meistern, sondern auch Vortr√§ge √ľber ihre wissenschaftlichen Arbeiten zu halten. Die Studentin Andrea Horch hielt ihren Vortrag sogar live aus China, wo sie vor wenigen Tagen erst ihr Auslandssemester begonnen hatte. Dort war es schon zehn Uhr abends, was ihre chinesischen Professoren aber nicht davon abhielt, mit einer chinesischen Studentin live in der Reutlinger Aula Gr√ľ√üe auszutauschen. Auch diese Live-Schaltung aus dem fernen Xi’an in die Reutlinger Aula demonstrierte eine faszinierende Facette der modernen und nat√ľrlich computergest√ľtzten Kommunikations-m√∂glichkeiten. Die Themen der acht Vortr√§ge waren vielf√§ltig und reichten von einem fu√üballspielenden Robotersystem und 3D-Animation bis zu einem Vortrag √ľber Hiqhtech zwischen Krieg und Frieden in Israel.

Vorf√ľhrung der neusten 3-D Multitouchsysteme auf der Informatics Inside.
Vorf√ľhrung der neusten 3-D Multitouchsysteme auf der Informatics Inside.

Insgesamt bot die Informatics Inside sieben Stunden Programm, organisiert von der Projektgruppe um Prof. Dr. Gabriela Tullius und Prof. Dr. Uwe Kloos. ‚ÄěDie Studenten k√∂nnen stolz auf ihre Leistung sein‚Äú, so die beiden Professoren nach der Veranstaltung. Sie h√§tten eine Fachtagung geschaffen, die f√ľr alle Beteiligten und Besucher interessant und spannend war, so auch das einhellige Urteil der Besucher der Veranstaltung. Die erfolgreiche Premiere macht Mut. Bereits kurz nach Ende der Veranstaltung war allen klar: Wir machen weiter! Der n√§chste Termin f√ľr die Informatics Inside steht deshalb auch schon. Am 05. Mai 2010 ist es soweit. Dann startet die Informatics Inside ¬ī10.

Lisa Kuttler / Alfred Siewe

Videobericht

Tagungsband

Der Tagungsband der Informatics Inside 2009 zum Download:  Tagungsband 09 (pdf, 12.208 KB)

Programmablauf

Uhrzeit Beschreibung Referenten
09:30 Begr√ľ√üung Prof. Dr. Gerhard Gruhler, Vizepr√§sident (Forschung) und Prof. Dr. Dietmar B√∂nke, Dekan Fakult√§t Informatik
09:40 Gastvortrag „Interaktion an immersiven Virtual-Reality-Systemen“ Dr. Hilko Hoffmann, ¬†DFKI
10:15 Vortrag „Multitouchbasierte Interaktionstechniken zur Navigation in virtuellen Welten“ Christina Brosenne, Simeon Eichel, Pascal Liedtke, ¬†mki-Master
11:10 Poster- und Projektpräsentation
12:15 Vortrag „Israel – Hightech zwischen Krieg und Frieden“ Tobias Eger, ¬†mki-Master
12:40 Mittagspause
13:30 Einf√ľhrung in das Nachmittagsprogramm
13:35 Gastvortrag „Mensch – Maschine – M√∂glichkeiten“ Matthias Fritsch, ¬†IBM
14:10 Vortrag „Handdetektion in einem kameragesteuerten Robotersystem durch Auswertung digitaler Bilddaten in Echtzeit“. Der Vortrag wird von Xi’an, China aus gehalten und Live √ľbertragen. Andrea Horch, ¬†mki-Master
14:40 Vortrag „Visualisierung von Fahrzeugsystemen zur Veranschaulichung ihrer Funktionsweise“ Sonya Cholakova, ¬†mki-Master
15:05 Pause
15:20 Vortrag „3D-Animationen – Ein vielfach ungenutztes Visualisierungspotential“ Tobias Eger, ¬†mki-Master
15:50 Vortrag „Herk√∂mmliche Softwareentwicklungsmodelle vs. Agile Methoden“ Christoph Kluck, ¬†mki-Master
16:20 Verabschiedung

Vorträge

Multitouchbasierte Interaktionstechniken zur Navigation in virtuellen Welten

Multitouchbasierte Interaktionstechniken zur Navigation in virtuellen WeltenIn einem Projekt im Forschungsbereich Agenten und Simulierte Realit√§t am ¬†Deutsche Forschungszentrum f√ľr K√ľnstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbr√ľcken wurden neue, multitouchbasierte Interaktionstechniken zur Navigation in virtuellen Welten entwickelt. Auf einem Multitouch-Display wird eine Luftaufnahme der Stadt Saarbr√ľcken visualisiert. Gleichzeitig projiziert ein weiterer Computer dieselbe virtuelle Welt mit Hilfe der Anwendung Lightning des Fraunhofer IAO in 3D auf eine Leinwand. Der Benutzer kann auf dem Multitouch-Display die Kamera mit verschiedenen Interaktionstechniken durch Saarbr√ľcken navigieren und zeitgleich die entsprechenden Wege in der 3D-Welt abfliegen. Aktuelle Position und Blickrichtung aus der virtuellen Welt werden auf dem Multitouch-Display visualisiert. In dem Vortrag werden die Interaktionstechniken zur Navigation, die Technik des selbst gebauten Multitouch-Displays und die Anbindung des Systems an Lightning vorgestellt.

 Folien des Vortrages (pdf, 1.708 KB)


Israel – Hightech zwischen Krieg und Frieden

Israel - Hightech zwischen Krieg und FriedenIsrael wurde vor 60 Jahren aus der Asche des Holocausts zu einem unabh√§ngigen Staat. Gegr√ľndet auf den W√ľstengebieten und dem bergigen Hochland der √∂stlichen Mittelmeerk√ľste hat sich Israel im letzten halben Jahrhundert zum „Silicon Valley“ des Nahen Osten und zu einer bl√ľhenden Region entwickelt. Fast alle namhaften Computerfirmen, wie IBM, Intel, Google, Microsoft, etc. betreiben in Israel gro√üe Forschungszentren. Das Land mit einer Gesamtgr√∂√üe vergleichbar mit der von Hessen erwirtschaftete im Jahr 2008 trotz Krieg, terroristischer Anschl√§ge und weltweiter Wirtschaftskrise ein BIP-Zuwachs von 4,1% (Deutschland +1,3%). Der Vortrag zeigt Israel von einer Seite, die von den Medien normalerweise nicht gezeigt wird. Schwerpunkt bilden Israels Wirtschaft, Technologie und Geographie. Kein politischer Vortrag.

 Folien des Vortrages (pdf, 19.881 KB)


Handdetektion in einem kameragesteuerten Robotersystem durch Auswertung digitaler Bilddaten in Echtzeit

Handdetektion in einem kameragesteuerten Robotersystem durch Auswertung digitaler Bilddaten in EchtzeitDie automatische Detektion von Händen, die in Gefahrenbereiche von Maschinen geraten, ist ein wichtiger Aspekt bei der Prävention von Unfällen am Arbeitsplatz. Bei besonders schnellen Maschinen ist eine Detektion der Handgliedmaßen in Echtzeit erforderlich, damit die Maschine rechtzeitig reagieren kann.

Die automatische Detektion von Händen in Robotersystemen kann kameragesteuert durch eine Auswertung der Bilddaten des Gefahrenbereichs realisiert werden.

In ein bestehendes kameragesteuertes Robotersystem, das bei der IBM Research & Development GmbH in B√∂blingen iterativ als Studentenprojekt entstanden ist, wurde eine solche Handdetektion integriert. Das Robotersystem ist ein auf Spielzeugrobotern basierendes Demonstrationssystem, in dem sich vier Roboterarme einen Ball zuspielen. Es handelt sich dabei um ein Echtzeitsystem, das auf dem Multicoreprozessor Cell/B.E. l√§uft. Eine √ľber dem Spielfeld angebrachte industrielle Grauwertkamera liefert dem System die Bilder, die es durch ein in OpenCV, der Bildverarbeitungsbilbiothek von Intel, implementierten und auf B√§lle trainiertes Filter bez√ľglich der aktuellen Ballposition auswertet. Die Regeln f√ľr das Spiel der Roboter sind recht simpel: der Roboterarm, welcher der aktuellen Ballposition am n√§chsten ist, spielt den Ball in die Mitte des Feldes. Befindet sich eine Hand im Spielfeld, wird dies durch die Handdetektion erkannt und die Roboter unterbrechen ihr Spiel.

Die Handdetektion wurde durch drei Filter realisiert. Die ersten beiden Filter schlie√üen nur die Anwesenheit einer Hand auf dem Spielfeld aus oder nicht. Ist keine Hand im Spielbereich, erkennt es einer dieser Filter und das Spiel wird weitergef√ľhrt. Die ersten Filter erahnen lediglich die Anwesenheit gro√üer, heller Objekte im Spielfeld. Vermuten beide Filter ein solches Objekt in Robotern√§he, wird das dritte, sehr rechenintensive Filter aktiviert, um eine Hand zu detektieren. Die ersten beiden Filter werten dabei die Histogrammdaten auf gr√∂√üere Ver√§nderungen aus. Das dritte und genauste Filter detektiert letzendlich eine Hand durch einen durch das in OpenCV implementierte Viola & Jones-Verfahren zur Detektion von Objekten trainierten Klassifizierer.

 Folien des Vortrages (pdf, 250 KB)

 Video der Handerkennung im Einsatz (avi, 4.440 KB)


Visualisierung von Fahrzeugsystemen zur Veranschaulichung ihrer Funktionsweise

Visualisierung von Fahrzeugsystemen zur Veranschaulichung ihrer FunktionsweiseIn der Forschungsabteilung „Human Factors“‚Äú bei der Daimler AG in B√∂blingen wurden die Benutzerschnittstellen f√ľr aktuellen Fahrsicherheit- und Fahrerassistenzsysteme untersucht. Diese Systeme unterst√ľtzen den Fahrer bei seiner Fahraufgabe und bieten zus√§tzlichen Komfort an. In der Automobilindustrie werden heutzutage verschiedene Visualisierungen eingesetzt, die diese technischen Prozesse darstellen. Das Ziel ist es, dass der Benutzer durch die Veranschaulichung die komplexen technischen Vorg√§nge im Fahrzeug besser versteht. In dem Vortrag werden einige aktuelle Fahrzeugsysteme erl√§utert und die M√∂glichkeiten zu deren Veranschaulichung gezeigt.

 Folien des Vortrages (pdf, 527 KB)


3D-Animationen – Ein vielfach ungenutztes Visualisierungspotential

3D-Animationen - Ein vielfach ungenutztes VisualisierungspotentiaWelches Produkt wird heutzutage nicht per Computer entworfen? CAD-Konstruktion, computergest√ľtzte Produktentwicklung und Virtual Prototyping sind nur einige der Vorgehensweisen, die heute quasi in jeder Firma eingesetzt werden. Warum werden diese bereits bestehenden virtuellen Produktmodelle bisher wenn √ľberhaupt nur begrenzt und nur in bestimmten Wirtschaftszweigen zu Visualisierungszwecken benutzt? Die 3D-Modelle k√∂nnten in Bereichen wie Marketing, Pr√§sentationen, Anleitungen, etc. eingesetzt werden. Der Vortrag soll √ľber Hintergr√ľnde, Schwierigkeiten die es zu √ľberwinden gilt und L√∂sungsans√§tze dieses Themas informieren.

 Folien des Vortrages (pdf, 993 KB)


Herkömmliche Softwareentwicklungsmodelle vs. Agile Methoden

Herkömmliche Softwareentwicklungsmodelle vs. Agile MethodenIst es möglich den Rational Unified Process zu einem agilen Softwareentwicklungsmodell zu erweitern, nach dem kleine Entwicklerteams effizient arbeiten können? Die Eclipse Foundation verfolgt mit dem Open Unified Process (OpenUP) diesen Ansatz. Der OpenUP ist dabei Teil des Eclipse Process Frameworks, das eine Sammlung von verschiedenen agilen Vorgehensweisen zur Softwareentwicklung darstellt. In diesem Beitrag werden anhand des Open Unified Process die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen herkömmlichen und agilen Softwarentwicklungsmethoden diskutiert.

 Folien des Vortrages (pdf, 417 KB)


Poster- und Projektpräsentation

Während der Poster- und Projektpräsentation werden studentische Projekte der Studiengänge  Medien- und Kommunikationsinformatik und  Wirtschaftsinformatik vorgestellt und diskutiert.

Re:-)

Neben klassischen Postern   (statisches Re-Bild:-) können auch Beiträge z.B. in Form von kurzen Filmen oder interaktiven Präsentationen eingebracht werden. Teilnahmebedingungen befinden sich im Bereich Call for Participation

Die Konferenz 2009 wurde unterst√ľtzt von

epubli GmbH Druckerei Raisch GmbH + Co. KG Deutsches Forschungszentrum f√ľr K√ľnstliche Intelligenz GmbH, DFKI tisoware Gesellschaft f√ľr Zeitwirtschaft mbH iPoint-systems GmbH ict Innovative Communication Technologies AG IBM Deutschland Research & Development GmbH Fraunhofer-Institut f√ľr Arbeitswirtschaft und Organisation